Der Kessel wird vorgeheizt. Langsam schieben sich die Kolben nach vorne. Der Zug rollt. Alle 10 Minuten startet ein HANSA-PARK Express am viktorianisch gestalteten Bahnhof des Hansa-Gartens. Allerdings handelt es sich beim HANSA-PARK Express nicht um eine Dampf-, sondern um eine Diesellokomotive. Der Park besitzt drei Triebfahrzeuge mit jeweils einem Tender und vier Waggons. Hergestellt wurden die Loks von den Gebrüder Ihle aus Bruchsal die sich vor allem durch den Bau von Autoscootern einen Namen gemacht haben. Sie vollzogen 1977 den Wechsel von LEGO-Lokomotive zur Western-Eisenbahn. Damals fuhr die Parkbahn noch in entgegengesetzter Richtung, was auch heute noch die Parkpläne bezeugen.

Die Firma Ihle verbaute in den Lokomotiven Diesel-Boxermotoren mit 1600 ccm und 50 PS, wie sie in VW Käfern vorkamen. Allerdings haben die 37-kW-Motoren gerade bei feuchter Witterung ihre Mühe die 1,5 Tonnen schwere Lok samt Tender und Waggons in Bewegung zu setzen. Um die Reibung zwischen Rädern und Schienen zu erhöhen kann der Lokführer Sand in einen Trichter geben, von dem aus mehrere Schläuche den Sand direkt auf die Schiene vor den Antriebsrädern leiten.


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Nicht nur als Transportmittel dient die Parkeisenbahn den Besuchern, sondern auch um einen Überblick über die Fahrgeschäfte und das Parkangebot zu bekommen. Die Zugfahrt führt durch den ganzen Park, vorbei an der Wildwasserbahn, der Westernstadt und dem Piratenland, wo sich jeweils ein Bahnhof befindet. Näher kommt man an Nessie nicht ran. Bei ihrer tosenden Abfahrt in den Loop fährt der HANSA-PARK Express nur wenige Zentimeter am Geschehen vorbei. Das Fahren der Eisenbahn muss gekonnt sein. Nicht nur Gas, Schaltung, Bremse und Bimmel muss man im Griff haben, sondern auch einen wachen Blick auf jedem Bahnübergang


Fakten und Technische Daten
Hersteller: Gebr. Ihle Bruchsal (DE) Typ: Western-Eisenbahn  Leistung: 37 kW (50 PS)
Eröffnet: 1977 Gewicht (Lokomotive): 1,5 Tonnen